Zu Beginn der Imkerei hielten die Imker die Bienen noch nicht in den heutigen Behausungen (Beuten) sondern sammelten den Honig von wilden Bienenvölkern, die meist in hohlen Bäumen ansässig waren. Diese Arbeit war sehr aufwändig und gefährlich, da es zu dieser Zeit auch noch viele Wildtiere in den Wäldern gab. Die Imker waren daher in der Gesellschaft hoch angsehen und der Honig ein für damalige Zeit sehr teures Gut.

 

Erst im Laufe der Zeit siedelten die Menschen Bienenvölker in der Nähe Ihrer Siedlungen an. Dabei wurden anfänglich ausgehöhlte Baumstämme als Raum für die Bienen genutzt.

 

Heute gibt es in Europa kaum noch wild lebende Bienenvölker. Spätestens die vor Jahren nach Europa eingeschleppte Varroa-Milbe sorgte für den Zusammenbruch der wilden Population.

 

Auch die aufgeräumte Landschaft und die intensive Forstwirtschaft sorgen dafür, dass es kaum mehr Lebensräume gibt.

 

Im Herbst 2013 begannen wir in mühevoller Arbeit zwei große massive Wildkirschstämme auszuhöhlen und somit für die Bienen nutzbar zu machen.

Die Bienen sind durch eine ebenfalls in das Holz geschnittene Tür besonders gut

zu beobachten.

 

Anders als in klassischen Beuten geben wir den Bienen hier keine Waben und Bauweisen vor. Sie sind sich weitestgehends selbst überlassen und bauen all

ihre Waben selbst.

 

Lediglich einmal im Jahr muss zur Behandlung gegen die Varroa-Milbe ein Eingriff erfolgen, Durch den beengten Raum und den hohen Energierverbrauch beim Bauen der Waben, ist eine nur minimale Honigernte zu erwarten.

 

Somit ist diese Betriebsweise nicht wirtschaftlich und dient nur zur Beobachtung der Bienen.

 

 

 

22.08.2014:

in regelmäsigen Abständen haben wir die beiden Klotzbeutenvölker gefüttert und

beobachtet. Etwas verwundert sind wir darüber, dass beide Völker auf dem gleichen

Niveau sind. Die 500g mehr an Bienen im zweiten Volk haben den zeitlichen Rückstand

vollkommen ausgeglichen.

 

 

Das Volk der ersten Klotzbeute hat in den letzten Tagen unfassbar schnell gebaut.

Wunderschön und absolut synchron haben sie eine Herzwabe neben der anderen

gebaut und nutzen den Raum der Beute ideal aus. Unseren Kindern und uns macht es

große Freude, die Bienen beim Bau zu beobachten. So konnten wir mehrfach beobach-

ten, wie die jüngsten Bienen im Volk zwischen Ihren Bauchschuppen frisches Bienen-

wachs schwitzen.

 

 

 

02.08.2014:

Heute haben wir dann auch die zweite Klotzbeute nach bewährtem Muster befüllt.

Dabei haben wir aufgrund des fortgeschrittenen Sommers 2kg Bienen (also 0,5kg

mehr als in Volk 1) für die Bevölkerung genutzt. Die Bienen müssen bis Herbst ein

starkes Volk aufbauen und dabei ja noch alle Waben selber bauen. Für ein Kilo Bienennwachs benötigen sie rund 7 Kilogramm Honig oder entsprechende Mengen an Zuckerwasser.

 

 

 

28.07.2014:

Die Bienen wollen nicht so recht nach oben und beginnen leider nicht wie erhofft mit

dem Bau der ersten Waben. Wir haben heute zwei Äste zum leichteren Aufstieg in

die Beute gegeben. Die Bienen sind anscheinden sehr dankbar und laufen an die Decke

der Klotzbeute. Wie schön, dass wir durch die Plexiglasscheibe alles so gut beobach-ten können

 

 

26.07.2014:

Heute war es endlich soweit. Die erste der beiden Klotzbeuten wurde von einem 1,5kg

schweren Kunstschwarm bezogen. Diesen Kunstschwarm haben wir mit Bienen aus

unseren Wirtschaftsvölkern erstellt und eine junge selbstgezogene BuckfastKönigin

zugesetzt. Nach zwei Tagen im dunklen Keller hat sich das Volk zu einer eingeschwo-

renen Gemeinschaft zusammen gefunden. Das Volk ist wunderschön und sehr vital.

 

Die Bienen haben wir mit Hilfe eines Trichters in die Klotzbeute eingeschüttet. Nun

liegt es an den Bienen, sich ihre Baumhöhle nach Ihren Wünschen einzurichten.

 

 

November 2014:

 

unsere beiden Völker haben es nicht geschafft. Sie sind an den Folgen eines kräftigen Varroa-Milben-Befalls zugrunde gegangen. Leider stehen damit beide Klotzbeuten vorerst leer.

 

 

Frühjahr 2016: endlich haben wir genug Bienen um in den kommenden Monaten unsere Klotzbeuten neu zu besiedeln. Wir werden an dieser Stelle berichten

 

August 2016: wir haben vor wenigen Wochen einen neuen starken Schwarm in einer unserer Klotbeuten einlogiert. Der Schwarm baut sehr fleißig und wird zur Unterstützung gefüttert.

 

 

Herbst 2016: Das Völkchen scheint recht klein zu sein. Die Bienen haben gut Futter eingelagert. Hoffen wir, dass sie den Winter gut überstehen

 

 

März 2017: Den Winter über gingen wir fast davon aus, dass die Bienen im Baumstamm nicht überlebt haben. Anscheinend aber haben sie sich nur tief in die Waben verkrochen. Da wir durch die Scheibe an der Seite und nicht, wie bei den klassischen Bienenkästen von oben einen Einblick haben, fällt die Einschätzung der Größe des Volkes im Winter ungewohnt schwer.

 

Umso mehr freuen wir uns, dass das Völkchen lebt und fleißig über die Waben wuselt. Es scheint aber eine eher kleine Anzahl an Bienen zu umfassen.

 

Mai 2017: Durch den Frost und die in Folge heftigen Schäden an allen Blüten, hat das Volk kaum meh Futter. Wir füttern zu.

 

Sommer 2017: Das kleine Völkchen ist sehr klein geblieben. Die Volksstärke liegt weit unter der eines normalen Volks.Wir hoffen, dass es gut einwintert.

 

 

 

Dezember 2017: Das Volk lebt weiter. Die Scheibe ist beschlagen und das deutet eindeutig darauf hin, dass Bienen im Kasten sind und auch schon wieder Brut vorhanden ist.